Bürgerstiftung fördert Mehrgenerationenhaus

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 Fördermittel in Höhe von 1000 Euro erhält das Mehrgenerationenhaus der Stadt Lauda-Königshofen mit dem Schwerpunkt Integration und Bildung. Als Anlaufstelle des Flüchtlingshelferkreises werden die Mittel zur Anschaffung von Wörterbüchern und Lernhilfen für Deutschsprachkurse verwendet. Nachdem bereits seit einiger Zeit im Mehrgenerationenhaus ein solches Hilfsangebot für Flüchtlinge in Lauda bestehe, wolle man dies auf Königshofen und Gerlachsheim erweitern, berichtete Gisela Keck-Heirich, Leiterin des Mehrgenerationenhauses. "Das Erlernen der deutschen Sprache ist keine Nebensache, sondern eine wesentliche Grundlage zur Integration", unterstrich Fabian Schwab, der für die Koordination der Sprachkurse beim Asylhelferkreis Lauda-Königshofen verantwortlich ist. Derzeit befassten sich 25 Personen aus dem rund 90-köpfigen Asylhelferkreis mit ehrenamtlichem Sprachunterricht, der alleine im Mehrgenerationenhaus in Lauda wöchentlich 15 Stunden umfasse und von etwa 130 Flüchtlingen wahrgenommen werden könne.

Freies WLAN jetzt auch im Mehrgenerationenhaus Lauda ab sofort verfügbar Ab sofort steht allen Besucherinnen und Besuchern des Mehrgenerationenhauses in Lauda kostenfreies WLAN zur Verfügung

Ab sofort steht allen Besucherinnen und Besuchern des Mehrgenerationenhauses in Lauda kostenfreies WLAN zur Verfügung. Aufgrund der ständig wachsenden Nachfrage nach dem Angebot der Computer- und Internetkurse im Bürgertreff, war dieser Schritt sinnvoll. Denn immer mehr Teilnehmerinnen und Teilnehmer bringen zu diesen Veranstaltungen ihre eigenen Notebooks mit. Durch diesen Service können sie nun zukünftig, ganz unkompliziert auf ihrem eigenen Gerät, das World Wide Web unter Anleitung eines Referenten erkunden. Aber auch alle weiteren Kurse im Mehrgenerationenhaus profitieren, ebenso wie die Besucherinnen und Besucher, davon. Beispielsweise wenn diese einfach nur kurz auf einen Kaffee oder einen Plausch in den Räumlichkeiten in der Josef-Schmitt-Straße vorbei schauen und dabei diesen Service nutzen.
 
Bereits im März dieses Jahreswurde, in Zusammenarbeit mit der Firma Innerebner GmbH aus Innsbruck, frei verfügbares Internet rund um das alte Rathaus in Lauda eingerichtet. Nachdem sich die Zusammenarbeit mit dieser Firma als Betreiber bewährt hat, haben wir auch für das Mehrgenerationenhaus wieder auf dieses System zurückgegriffen“, erläuterte Thomas Pahl, Projektleiter der Stadt Lauda-Königshofen.  Es steht wie gehabt ohne zeitliche Beschränkung und für jedes mobile Geräte - Smartphone, Tablet oder Laptop - zur Verfügung.

Die Nutzung des WLAN ist ganz einfach und erfordert lediglich eine einmalige Registrierung, die direkt vor Ort vorgenommen werden kann. Auch die Anmeldung ist ganz unkompliziert. In den Einstellungen des mobilen Endgerätes zunächst das WLAN-Netzwerk „Free-Key Lauda-Königshofen“ auswählen. Dadurch gelangt der Nutzer automatisch auf die Anmeldemaske. Dort wird dann ein Zugangs-PIN benötigt. Um diesen zu bekommen, gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder gibt der Nutzer seine E-Mail-Adresse an und bekommt den PIN zugeschickt, oder er fordert eine SMS mit dem PIN an. Hierfür muss er in der Anmeldemaske seine Handynummer eingeben und der PIN kommt umgehend per SMS. In beiden Fällen erhält der Nutzer einen Link zur Anmeldung im WLAN. Dort muss er innerhalb von zehn Minuten den PIN eingeben, ansonsten verfällt dieser. Nach der PIN-Eingabe steht das Netzwerk dann kostenfrei für drei Stunden zur Verfügung. Nach dieser Zeit ist ein erneuter Login erforderlich, für den nur ein neuer PIN angefordert werden muss. Dieser macht das WLAN aber sofort, ohne Wartezeit, wieder nutzbar.

Sportangebot für Asylbewerber läuft an

Asylhelferkreis und SV Königshofen kooperieren

Der SV Königshofen und der Asylhelferkreis Lauda-Königshofen sind eine Kooperation zur Sport- und Freizeitbeschäftigung für die Asylbewerber im Stadtgebiet eingegangen. Nico Hefner, der aktuell seinen Bundesfreiwilligendienst für den SV absolviert, bietet den Asylbewerbern seit dieser Woche einmal wöchentlich eine Trainingsstunde an. Jeden Montag von 11 bis 12 Uhr können die Flüchtlinge aus Königshofen mit ihm eine Trainingseinheit auf dem Sportgelände absolvieren, das Angebot steht aber auch allen anderen Flüchtlingen im Stadtgebiet offen.

Herbert Bieber, Vorsitzender des SV Königshofen, erklärte, dass man sich von Seiten des SV schnell bereit gefunden habe, etwas zu tun. Zudem lud der SV-Vorsitzende die Königshöfer Asylbewerber bei freiem Eintritt zum nächsten Heimspiel der ersten Männermannschaft am Sonntag, 11. Oktober ein.

Auch Gisela Keck-Heirich vom Asylhelferkreis freute sich über das Angebot und betonte, wie wichtig es sei, den Asylbewerbern ein Stück Alltag und Struktur zu geben. Sportangebote seien eine wichtige Form von Teilhabe an der Gesellschaft.

Auch in der Freizeitgruppe der HG Königshofen/Sachsenflur, die sich ab kommenden Montag, 14. Oktober, um 20.00 Uhr in der Tauber-Franken Halle trifft, sind die Asylbewerber willkommen.

Für den Bereich Sportangebote ist beim Asylhelferkreis Stephan Gayer zuständig, der sich momentan intensiv um Kontakte zu den Vereinen bemüht, um in jeder Asylunterkunft im Stadtgebiet die Sportangebote mehrsprachig aushängen zu können. ak

Über 60 Interessierte bei Infoveranstaltung

Asylhelferkreis lud zu Vortrag ein

Auf große Resonanz stieß die Einladung des Asylhelferkreises Lauda-Königshofen zu einer Informationsveranstaltung über Asylrecht, Sprachförderung und Chancen auf dem Arbeitsmarkt für Asylbewerber.

Über 60 Interessierte versammelten sich am vergangenen Montag in der Aula der Laudaer Gemeinschaftsschule, als Referentinnen konnten Tamara Müller vom DRK Tauberbischofsheim und Nadja Hildebrandt vom Caritasverband gewonnen werden.

Zunächst stellten Gisela Keck-Heirich und Claudia Geier die Arbeit des Asylhelferkreises vor, dessen Anlaufstelle sich im Mehrgenerationenhaus in Lauda befindet. Es habe sich mittlerweile ein 'kleiner Helferkreis' herausgebildet, der sich übergeordnet um organisatorisches kümmere, Hilfestellungen biete und als Ansprechpartner zur Verfügung stehe. Die konkrete Betreuung der Flüchtlinge solle allerdings über die jeweiligen Helferkreise vor Ort geschehen. Dort könne sich jeder nach seinen Möglichkeiten einbringen, sei es in der Sprachförderung, Hilfen im Alltag, bei Behördengängen, Freizeitangeboten und vielem mehr. Die Helferkreise vor Ort sollen dabei selbstständig agieren und jeweils Verantwortliche stellen.

Claudia Geier berichtete von den positiven Erfahrungen mit den bisher in Lauda und Königshofen untergebrachten Flüchtlingen. Diese seien sehr offen, ihre wichtigsten Anliegen seien das Deutsch lernen und Freizeitaktivitäten. Zudem informierte sie die Zuhörer, dass in Lauda vor Kurzem 45 junge syrische Männer die Containersiedlung bezogen hätten. Hierfür benötige man dringend Helfer, die sich wie bereits in Königshofen und in Lauda am Marktplatz geschehen, um die Flüchtlinge kümmerten. Für die demnächst nach Gerlachsheim kommenden Flüchtlinge habe sich bereits ein Helferkreis gebildet.

Als ideal sieht es der Helferkreis an, wenn sich Interessierte finden, die eine Patenschaft für einen Flüchtling übernehmen, sich um diesen und seine Belange persönlich kümmern. Die erfolgreiche Aufnahme und Integration einer Syrerin und ihres Sohnes in Lauda hat den Sinn dieser Vorgehensweise bereits bestätigt.

Interessierte, die bei der Betreuung der Flüchtlinge in den jeweiligen Helferkreisen im Stadtgebiet mithelfen wollen, konnten sich gleich im Anschluss in Listen eintragen.

Im Anschluss an die Informationen des Helferkreises gab Nadja Hildebrandt den Zuhörern grundlegende Informationen zu Fragen wie: wer ist Flüchtling, Asylbewerber oder Schutzbedürftiger, wie läuft das Asylverfahren ab und welche Rechte und Pflichten ergeben sich aus ihrem jeweiligem Status? Anschließend stellte sie ihre Arbeit mit geduldeten Asylbewerbern vor, erläuterte deren Rechte und Pflichten, Chancen auf dem Arbeitsmarkt, Sprachförderung etc. Tamara Müller vom DRK in Tauberbischofsheim präsentierte schließlich ihre Arbeit mit anerkannten Asylbewerbern, zu der u.a. auch das Thema Familienzusammenführung gehört. Bekommt eine Asylbewerber einen Bescheid über eine Duldung bzw. eine Anerkennung sind die beiden Referentinnen kompetente Ansprechpartner für Flüchtlinge und Ehrenamtliche. Wichtig sei, möglichst schnell nach Erhalt des Bescheids aktiv zu werden, damit keine Fristen verpasst werden.

Mit zahlreichen Fragen an die Referentinnen und den Asylhelferkreis meldeten sich anschließend die Zuhörer zu Wort.

Weitere Helfer können sich bei Gisela Keck-Heirich unter Telefon 0 93 43 / 501-160

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