Über 60 Interessierte bei Infoveranstaltung

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Asylhelferkreis lud zu Vortrag ein

Auf große Resonanz stieß die Einladung des Asylhelferkreises Lauda-Königshofen zu einer Informationsveranstaltung über Asylrecht, Sprachförderung und Chancen auf dem Arbeitsmarkt für Asylbewerber.

Über 60 Interessierte versammelten sich am vergangenen Montag in der Aula der Laudaer Gemeinschaftsschule, als Referentinnen konnten Tamara Müller vom DRK Tauberbischofsheim und Nadja Hildebrandt vom Caritasverband gewonnen werden.

Zunächst stellten Gisela Keck-Heirich und Claudia Geier die Arbeit des Asylhelferkreises vor, dessen Anlaufstelle sich im Mehrgenerationenhaus in Lauda befindet. Es habe sich mittlerweile ein 'kleiner Helferkreis' herausgebildet, der sich übergeordnet um organisatorisches kümmere, Hilfestellungen biete und als Ansprechpartner zur Verfügung stehe. Die konkrete Betreuung der Flüchtlinge solle allerdings über die jeweiligen Helferkreise vor Ort geschehen. Dort könne sich jeder nach seinen Möglichkeiten einbringen, sei es in der Sprachförderung, Hilfen im Alltag, bei Behördengängen, Freizeitangeboten und vielem mehr. Die Helferkreise vor Ort sollen dabei selbstständig agieren und jeweils Verantwortliche stellen.

Claudia Geier berichtete von den positiven Erfahrungen mit den bisher in Lauda und Königshofen untergebrachten Flüchtlingen. Diese seien sehr offen, ihre wichtigsten Anliegen seien das Deutsch lernen und Freizeitaktivitäten. Zudem informierte sie die Zuhörer, dass in Lauda vor Kurzem 45 junge syrische Männer die Containersiedlung bezogen hätten. Hierfür benötige man dringend Helfer, die sich wie bereits in Königshofen und in Lauda am Marktplatz geschehen, um die Flüchtlinge kümmerten. Für die demnächst nach Gerlachsheim kommenden Flüchtlinge habe sich bereits ein Helferkreis gebildet.

Als ideal sieht es der Helferkreis an, wenn sich Interessierte finden, die eine Patenschaft für einen Flüchtling übernehmen, sich um diesen und seine Belange persönlich kümmern. Die erfolgreiche Aufnahme und Integration einer Syrerin und ihres Sohnes in Lauda hat den Sinn dieser Vorgehensweise bereits bestätigt.

Interessierte, die bei der Betreuung der Flüchtlinge in den jeweiligen Helferkreisen im Stadtgebiet mithelfen wollen, konnten sich gleich im Anschluss in Listen eintragen.

Im Anschluss an die Informationen des Helferkreises gab Nadja Hildebrandt den Zuhörern grundlegende Informationen zu Fragen wie: wer ist Flüchtling, Asylbewerber oder Schutzbedürftiger, wie läuft das Asylverfahren ab und welche Rechte und Pflichten ergeben sich aus ihrem jeweiligem Status? Anschließend stellte sie ihre Arbeit mit geduldeten Asylbewerbern vor, erläuterte deren Rechte und Pflichten, Chancen auf dem Arbeitsmarkt, Sprachförderung etc. Tamara Müller vom DRK in Tauberbischofsheim präsentierte schließlich ihre Arbeit mit anerkannten Asylbewerbern, zu der u.a. auch das Thema Familienzusammenführung gehört. Bekommt eine Asylbewerber einen Bescheid über eine Duldung bzw. eine Anerkennung sind die beiden Referentinnen kompetente Ansprechpartner für Flüchtlinge und Ehrenamtliche. Wichtig sei, möglichst schnell nach Erhalt des Bescheids aktiv zu werden, damit keine Fristen verpasst werden.

Mit zahlreichen Fragen an die Referentinnen und den Asylhelferkreis meldeten sich anschließend die Zuhörer zu Wort.

Weitere Helfer können sich bei Gisela Keck-Heirich unter Telefon 0 93 43 / 501-160

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